"Keine Lieder über Liebe"

Manchmal schaut man Filme, wenn sie gar nicht passen. An einem ersten Date "Die Träumer" in München zu schauen, war so ein Moment.
Und manchmal gibt es Filme, vor denen man schon etwas Angst hat, weil sie zuviele Gedanken auslösen könnten, und diese ewig vor sich herschiebt. Und dann aber im richtigen Moment viel Trost spenden. Zu dieser Klasse zähle ich "Keine Lieder über Liebe".
In dem Film versucht ein offensichtlich typischer Berliner ("Ich bin Filmregisseur, zumindestens versuche ich einer zu sein") einen Dokumentarfilm über seinen Bruder zu drehen. Der in Hamburg lebt und mit seiner Band Hansen eine Tour macht... (diese Tour gab es auch real, das interessante am Film ist auch die Frage, wo beim Drehen die Doku aufhört und der Film beginnt) Problematisch ist dabei nur, dass des Regisseurs Freundin wohl beim Besuch beim Bruder vor Jahren wohl den Bruder wohl mehr als nur kennenlernte... Und so kippt die Dokumentation...
Gerade wegen der Ausweglosigkeit, der Unabwendbarkeit von Trennung, die in diesem großartigen Film diskutiert wird, hilft es in einer Situation, in der, bei mir persönlich, eine jahrelange Illusion in Zeitlupe platzt. Es wird begreiflich, locker.. fast fröhlich.
Hmm...
Mit dem Film beginnt die Woche, auf die ich mich seit Monaten gefreut habe, und die ich seit einer halbe Woche fürchte...
bfan - 16. Okt, 01:11