Thüringen

Jena West Bahnhof by elmada/flickr.comGerade ist mal wieder ne Sendung "Zimmer frei" zuende gegangen, der Grund neben Dittsche und Harald Schmidt, weswegen ich ernsthaft überlege, jetzt doch irgendwann mal GEZ zu bezahlen... Doch diesmal war Ute Freudenberg zu Gast...

Mit schwerem thüringischen Akzent "gesegnet" erinnerte mich diese Frau an all das, was ich an meiner Heimat einfach überhaupt gar nicht ausstehen kann. Dieses ironiefreie... Dieses zonenhafte... Dieses dörfliche... Dieses selbstüberzeugte bei absoulter Lächerlichkeit... Was man weniger bei den Leuten meiner Generation, aber vorallem bei den 40-60jährigen findet...

Ich verbinde viel Gutes mit Thüringen, auch mit der ländlichen Gegend meiner Oma in Nordthüringen, wo ich viel meiner Kindheit verbracht habe. Ich kehre gern zurück, aber nur als Besucher. Nur... gerade wenn ich sowas sehe und darin viele Verwandte wiedererkenne... dann bin ich überzeugt, das Deutschland nirgendwo so provinzell ist wie im einzigen unurbanisierten Flecken Deutschlands, dieser Ansammlung von Kleinstädten und Dörfern in der Mitte Deutschlands... und das wohl gut war, das ich ihm früh entflohen bin?

Oder geht einem das immer so, mit seiner Heimat? Diese gewisse Form der Hassliebe? Würde ich Dresden oder Berlin genauso betrachten?

Edit: Nach einer Nacht drüber schlafen glaube ich jetzt langsam, dass es vor allem mein Hass auf diese "in der DDR war doch nicht alles schlimm"-Leute war, der gestern zu diesem Thüringen-Ausfall geführt hat. Und ich glaube, die sitzen überall im Osten... Kann man nix machen.
pflaumenmus - 13. Dez, 09:11

ach du wieder...ich denke, auch in anderen Bundeslaendern gibt es Flecken, wo nur ein Dorf nach dem anderen kommt. Und ich muss ehrlich sagen, dass mir Thueringen viel lieber ist, als zum Beispiel die unsanierten Uebrigbleibsel in Mecklenburg-Vorpommern oder die Industriebauten in NRW oder die konservativen Haeusschen in Bayern...und Großstadtfeeling hin oder her mit vielen Parties und Aktionen und immerwaslos-Zeugs...dieses familiaere jederkenntjeden und das Ruhige ohne riesige Menschenmassen kann auch was sehr entspanntes haben. Auch wenn du das nicht nachvollziehen kannst....

bfan - 13. Dez, 22:00

Ich will ja gar nicht absprechen, dass es viele Leute gibt, die das mögen. Und das es vielleicht nicht die Mehrheit gibt.

Aber für mich persönlich gibts einfach zuviele Leute, die sich einem sehr verstockten Leben verschrieben haben. Das gibts sicher überall in Deutschland. Aber ich bin nun mal dort aufgewachsen und kenne es von da.

Und es ist auch nicht so, dass ich die Aufregung suche. Sondern vielmehr die Freiheit. Zu sein wie ich will. Machen was ich will. Dürfen was ich will.

Und das geht für mich nunmal nicht in Kleinstädten. Ulm war ein Versuch, der das mir deutlich auch gezeigt hat.

Unabhängig davon muss ich vielleicht noch betonen. Ich mag meine Heimat. Ich mag das ganze Schöne da, auch die Ruhe, auch viele Menschen. Und würde sie immer verteidigen, wenn jemand darüber herzieht. Gerade deswegen bringen mich solche Leute wie die erwähnte Ost-Schlager-Sängerin total auf die Palme.
Smilla - 13. Dez, 22:17

Der einzige Grund

warum GEZ Gebühren sinnvoll sind, sind wirklich die dritten, die aber warscheinlich am wenigsten davon abbekommen.

bfan - 18. Dez, 17:41

Und einzelne Radiosender... Bei mir auf dem Tisch liegt schon wieder ein solcher Brief... Vielleicht beantworte ich sie mal...

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