Das Begreifen des Endes der studentischen Einschränkung

Nachdem aber in kurzer Zeit Steuerrückzahlung, Jahresbonus und gleichzeitig Gehalt aufs Konto kamen, musste ich einsehen, dass man nun das erste Mal seit ... überhaupt ... zuviel auf dem Konto hatte, um es mit kurzfristigen Ausgaben wieder wie üblich in den roten Bereich zu ziehen. Da kommen dann doch die Gedanken... ob man jetzt doch langsam ein anderes Leben führt. Ob man das verdient hat... Ob man mehr will... wohin das alles führen soll...
Die erste Konsequenz war leicht gefunden, ich habe schon lange überlegt, dass es eine Organisation geben muss, die ich regelmäßig unterstützen möchte. So suchte ich jetzt intensiver ..und gerade im Anti-G8-Hype hier in der Hauptstadt stach eine Organisation hervor, weil sie eben kein einfaches und klassisch linkes Thema hochhält, und einfache soziale Utopien propagiert. Sondern sich mit den schlimmsten Verletzungen der grundlegenden Menschenrechte beschäftigt. Um so mehr man sich damit beschäftigt, um so beeindruckender wird die Leistung von amnesty international, die ich ab jetzt unterstützen werde.
Doch das allein beantwortet noch nicht den Grundkonflikt. Die Frage, wohin mit zusätzlichen Mitteln? Sparen, was ich nie konnte? Brassen, was ich verachtenswert finde? Anlegen, was ich teilweise moralisch verwerflich finde? Verschenken, was ich schwachsinnig finde? ... Hmm.. die Antwort auf diese Fragen wird viel über mein zukünftiges Leben beantworten.
bfan - 4. Jun, 21:39